Vielen Dank an alle Beteiligten für die schöne Saison 2011 und Glückwunsch an alle Deutschen und Europameister.

Technik

 
Hovercrafts schweben nach einem einfachen technischen Prinzip vollkommen frei in der Luft. Bläst man z.B. eine Haartrockenhaube auf, so ist die durchaus in der Lage, den schweren E-Motor hochzuheben und mit ihm davon zu schweben. Genauso verfuhr in den 50er Jahren der englische Konstrukteur Cockerell mit einer Blechdose und einen Fön. Etwa 10 Jahre später überquerte er mit einem 100 Tonnen schweren Hovercraft zum ersten Mal den Ärmelkanal. Mit Hilfe der Marine, die sich wohl nicht zu Unrecht etwas von dieser Antriebsart versprach, gelang es in einer selbst für unser Zeitalter unglaublich kurzen Zeit, Luftkissenfahrzeuge zur Serienreife zu entwickeln. Klein-Luftkissenfahrzeuge, so genannte Light- Hovercraft, entstanden in den 60er Jahren, damals mehr als Bastelobjekt leidenschaftlicher Hovercraft-Ingenieure, die auch nach Feierabend nicht davon ablassen konnten. Die ersten Rennen wurden in England durchgeführt. Als die Startflagge fiel, schwebten einige tatsächlich ganz flott auf das Wasser hinaus, andere mussten geschoben werden und wieder andere sanken tiefer und tiefer und demonstrierten eine neue Variante: Das Submarine - Hovercraft. Inzwischen sind einige Jahre vergangen, in denen sich das Hovercraftvergnügen weltweit verbreitet hat. Seit 1979 werden in Deutschland Rennen und Meisterschafen ausgetragen, Europameisterschaften gibt es seit 1981. Hierbei sind sehr gute internationale Erfolge der deutschen Fahrer zu vermerken.
 

Die Renntechnik:

Innerhalb der sportlichen Nutzung ist in den 20 Jahren seit Nutzung dieser Technik deutliche Fortschritte erzielt worden. Von anfänglichen 20 Km/h sind zwischenzeitlich Durchschnitts-geschwindigkeiten von 80 bis 100 Km/h im normalen Bereich. Auch ist das Gewicht der Fahrzeuge deutlich gefallen, so dass eine wesentlich bessere Flexibilität erreicht wurde. Nachfolgend die wichtigsten Komponenten von Luftkissenfahrzeugen.

 

Der Rumpf:

Der Rumpf kann aus Holz, Kunststoff oder Metall (Aluminium) hergestellt werden. Wichtiger Punkt ist hierbei das Gewicht und die damit erzielte Stabilität. Rennfahrzeuge sind überwiegend aus GFK. Innerhalb des Rumpfes oder den Segmenten müssen Luftkammern oder Schwimmer angebracht werden, um eine Unsinkbarkeit zu gewährleisten.

 

Forme l:

Hubraum aller Motoren über 600 ccm Keine Beschränkung.
 

Formel 2:

Hubraum zwischen 250 ccm und 600 ccm
 

Formel 3:

Entfällt seit 2009.
 

Formel S:

Einen Motor und einen Antrieb ohne Begrenzung
 
Formel 50:
500 ccm 2 Zylinder 2-Takt Motor Luftgekühlt Rotax 503 ähnlich
 

Formel J:

Hubraum unter 250 ccm Fahrer zwischen 11 und 16 Jahre alt
 

Formel N:

Zur Erlangung der internationalen Fahrerlizenz . Hierzu sind 9 Läufe (pro Rennveranstaltung ca. 4 Läufe) innerhalb 3 verschiedenen Rennplätze notwendig. Anschließend erfolgt ein Abnahmelauf zur Erteilung einer Fahrerlizenz.
 

Die Schürze:

Als Materialien für die Schürze werden flexible wasserfeste Stoffe verwendet, die widerstandsfähig gegen Sand und Steine sein sollten. Sie sind zum Ausgleich der Abdichtung zum Boden gedacht und werden als Vollschürze (ein "Schlauch" um das Fahrzeug) oder in Einzelsegmenten angebracht. Die Einzelsegmente sind hierbei verbreiteter, da sie eine höhere Flexibilität besitzen.

 

Das Lift-System:

Hierzu existieren zwei Systeme. Größere Fahrzeuge benutzen einen eigenen angetriebenen Ventilator, der nur für den Auftrieb zuständig ist. Kleinere Luftkissen zweigen einen Teil des Antriebdruckes unter das Kissen ab.
 

Der Antrieb:

Für die Vorwärtsbewegung sind ein oder zwei Propellersysteme im Boot angebracht. Diese laufen innerhalb einer speziellen Turbinenkonstruktion (Ducts). Der Antrieb zu dem Motor erfolgt hier über einen Zahnriemen. Gelenkt wird das Boot über einen nach dem Duct angebrachten Ruder.

 

Motoren:

Aufgrund der Voraussetzungen (geringes Gewicht, hohe Leistung) werden innerhalb des Rennsports meist nur modifizierte 2 - Takt Motoren, speziell aus dem Snowmobile- oder UL-Bereich verwendet. Aufgrund der fehlenden Kühlung durch Frischwasser werden keine Bootsmotoren eingesetzt.
 

Abmessungen:

Das ist Abhängig vom Einsatzbereich der Fahrzeuge. Rennhovercrafts sind um 1,8 Meter Breit und ca. 3 Meter lang.